
Das Jane Goodall Institut in Uganda entfernt seit 1997 im Kibale Nationalpark Schlingfallen, die durch Wilderer gelegt werden.

In diesem Waldgebiet ist die größte, intakte Schimpansen-Population Ugandas beheimatet – rund 1430 Schimpansen.
Bei der Jagd auf Waldantilopen, Buschschweine oder andere kleine Säugetiere (die als Bushmeat vermarktet werden) geraten oft auch Schimpansen in die Schling- oder Tritt-Fallen.
Cirka 15.000 Fallen (Schlingen und Trittfallen) pro Jahr werden in diesem Lebensraum ausgelegt. In manchen Wäldern wurde beobachtet, dass jeder 4. Schimpanse Verletzungen durch diese Fallen aufweist. In vielen Fällen werden Sie dabei auch getötet.
Allgemeines
An der westlichen Grenze von Uganda findet man - in 22 Waldgebieten – heute noch Schimpansen. In sechs dieser Waldgebiete sind über 75% der gesamten ugandischen Schimpansen-Population beheimatet.
Wilderei - eine Gefahr für das Überleben der Schimpansen
In Uganda ist die Jagd auf Waldantilopen, Buschschweine oder auf andere kleine Säugetiere wie zum Beispiel Buschböcke oder Duiker weit verbreitet. Diese Tiere werden als Bushmeat für die Bevölkerung vermarktet. Gejagt wird vor allem mit Schlingenfallen. Diese können jedoch auch Schimpansen empfindlich verletzen (bis hin, dass Teile der Hände oder Füße abgetrennt werden und es zu lebenslangen Missbildungen oder Narben kommt) oder töten (in manchen Fällen kommt es zu Enthauptungen dieser Tiere).
Auswirkungen der Wilderei
Die Auswirkungen der kommerziellen Jagd auf Säugetiere des Waldes ist bis dato noch nicht ganz ermittelt. Neueste Informationen zeigen, dass die Jagd auf Affen nachhaltig ist. Diese Jagd mit Schlingen und Trittfallen hat einen indirekten Einfluss auf die Schimpansen und andere Affenarten in Uganda. Zur Zeit werden auch mögliche Effekte, die diese Verletzungen auf das Überleben der einzelnen Individuen haben - im speziellen Weibchen – wissenschaftlich untersucht.
Die Kosten
Die Kosten für das Projekt betragen pro Jahr rund 13.000 US Dollar. Darin enthalten sind die Kosten für die Ausbildung der Ranger, Gehälter für die NationalparkwärterInnen bzw. ArbeiterInnen in den Dörfern. Weiters wird Geld für Materialien für die Arbeit in den Wäldern, für Datenaufzeichnungen und die Vorträge in den Kommunen benötigt.
Finanzierung des Projektes
Seit Anfang 2008 übernimmt das Jane Goodall Institut-Austria zu 50% die Kosten für dieses Projekt. Die andere Hälfte wird vom Jane Goodall Institut-Holland finanziert. Durch diese Ko-Finanzierung soll das Kibale Fallenentfernungsprogramm (Kibale Snare Removal Programm) auch in den nächsten Jahren gesichert sein. Durch das Stoppen der Fallenjagd, Verhindern der Wilderei durch Aufklärung sowie Ausbildung der Bevölkerung kann der Schutz der Menschenaffen langfristig und nachhaltig gewährleistet werden.
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