Das oberste Ziel des Jane Goodall Institut–Austria ist der Schutz der Schimpansen, anderer Menschenaffen und weitgehend anderer Primaten.
Zur Erreichung dieses Zieles reicht es heutzutage nicht mehr aus, sich allein auf Artenschutz im herkömmlichen Sinn zu beschränken. Durch die unterschiedlichen Bedrohungsfaktoren der Schimpansen und der Primaten ist es notwendig geworden, soziale und wirtschaftliche Aspekte im modernen Artenschutz miteinzubeziehen.
Daher erstreckt sich die Arbeit des Jane Goodall Institut–Austria im Wesentlichen auf jene Bereiche, die für den Rückgang der Schimpansenpopulation (bzw. Primatenpopulation) und für die Zerstörung deren Lebensraum verantwortlich sind. Solche Bedrohungsfaktoren sind vor allem: Krieg, Armut, Hunger, illegale und legale Abholzung des Regenwaldes, Palmölförderung und andere Großplantagen, erschwerter Bildungszugang, Klimawandel, Rohstoffindustrie usw. und deren unmittelbare Folgen wie Zerstörung natürlicher Ressourcen, Wassermangel, Bodenerosionen, Krankheiten sowie Arbeitslosigkeit.
Unsere Aufgabe besteht nun darin, die Bedrohungsfaktoren in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, das heißt darüber aufzuklären (Bewusstseinsbildung und Umweltbildung), Maßnahmen zur Reduktion aufzuzeigen und Projekte zu unterstützen, die helfen, diese Bedrohungen zu reduzieren bzw. zu eliminieren.
Das Jane Goodall Institut–Austria sieht sich auch als Lobbyist und Advokat der Schimpansen: Daher setzen wir uns weiters auch für eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit bezüglich Wissenstransport neuester Forschungsergebnisse über Menschenaffen, als auch für einen respektvolleren und artgerechteren Umgang mit Menschenaffen in bestehenden Forschungs- und zooähnlichen Einrichtungen.
Zur Erreichung unserer Ziele und der Umsetzung unserer Aufgaben ist es wichtig in folgenden Programmschwerpunkten zu arbeiten: Handel – Lebensmittelmarkt und Beschaffung, Bildung/Umweltbildung, Friedensinitiativen, Forschung, nachhaltige Entwicklung, globaler Umweltschutz und Klimaschutz, Politik.
Einen besonderen Fokus richten wir mit dem Programm Roots & Shoots auf Projektarbeit von und mit Kindern, Jugendlichen und Schulen. Einerseits um die heranwachsende Generation zu sensibilisieren und zu informieren, andererseits damit sie ein Selbstverständnis für eine reflektierte, nachhaltige Lebensweise entwickelt und somit ihren Teil zum Schimpansenschutz beitragen wird.
Wir schränken uns deshalb nicht nur auf Schimpansen ein, da ein Schutz der Schimpansen auch ein Schutz vieler anderer Primaten (und anderer Arten) bedeutet, die denselben Lebensraum teilen, wie z.B. Gorillas in einigen Teilen Ugandas etc.
Das Jane Goodall Institut–International gehört unter anderem dem GRASP Projekt der UNO an, daher sehen wir uns auch dem Schutz der Menschenaffen stark verbunden.
Unserer Zielgruppen:
Kinder und Jugendliche
Erwachsene
Unsere Schwerpunktländer:
Uganda, Tanzania (Länder mit Restpopulationen von Schimpansen)
Schutz der Schimpansen und anderer Primaten durch ganzheitlichen Artenschutz.
Leitsatz: Die Basis für die Arbeit des Jane Goodall Instituts–Austria stellt die Förderung des respektvollen, nachhaltigen Umgangs mit Menschen, Tieren und der Natur dar.
Diese soll geschaffen werden durch:
1. Wer wir sind
Von der renommierten Primatologin Jane Goodall gegründet, ist das Jane Goodall Institut eine global agierende, nicht auf Profit ausgerichtete Organisation, die Menschen im Hinblick darauf stärkt, für alle Lebewesen etwas bewegen zu können. Wir unterstützen die Schaffung gesunder Ökosysteme, tragen zu einem nachhaltigen Auskommen bei und fördern neue Generationen an engagierten, aktiven BürgerInnen auf der ganzen Welt.
Das Jane Goodall Institut wurde vor mehr als 40 Jahren, während der Pionierforschungen von Dr.in Jane Goodall über das Verhalten von Schimpansen, in Tansania, Gombe Nationalpark, ins Leben gerufen, um den bestehenden Bedrohungen für die Schimpansen entgegen zu wirken. Gegründet im Jahre 1977, setzt das Institut seine Schwerpunkte bei Ausbildungs-, Umwelt-/Naturschutz- und Entwicklungsmaßnahmen und bei der Erforschung der Tier- und Pflanzenwelt. Über den Aufbau von Mikro-Unternehmen in Tansania bis hin zur Ausbildung von jungen Menschen in Natur- und Umweltschutz, versucht das Institut Programme zu unterstützen, die ein Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen für Menschen, Tiere und die Umwelt auf der ganzen Welt sind.
Weltweit gibt es mittlerweile Jane Goodall Institute in 21 Ländern: Australien, Belgien, China, Costa Rica, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Japan, Kanada, Kongo, Österreich, Schweiz, Spanien, Südafrika, Taiwan, Tansania, Uganda, Ungarn und den USA.
Die meisten Büros arbeiten unabhängig voneinander und finanzieren ihre Projekte durch nationale und internationale Projektgelder sowie durch private Spenden und Sponsoring.
2. Arbeitsweise
Wir bemühen uns um die Unterstützung und Durchführung von Bildungsprojekten unter Berücksichtigung des Jane Goodall Institut–Lernmodells:
Learn – Care – Act – Connect (Lerne – Sorge dich – Handle - Vernetze)
Learn: In dieser Phase erfolgen die Bewusstseinsbildung und das Erkennen von Zusammenhängen.
Care: Die erkannte Problematik wird zum persönlichen Anliegen gemacht.
Act: Nun wird Eigeninitiative zur Durchführung nachhaltiger Maßnahmen ergriffen.
Connect: Schließlich erfolgt die Vernetzung von aktiven Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen.
3. Unsere Ziele
Ein bewusster und respektvoller Umgang mit der Natur und allen Lebewesen.
Projekte mit einem nachhaltigen, ganzheitlich ökologischen Ansatz.
Die Stärkung jedes/jeder Einzelnen, um unter persönlichem Einsatz durchdachte Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation der Schimpansen und anderer Primaten zu ergreifen.
4. Was uns wichtig ist
Wir agieren als eine nicht auf Profit ausgerichtete und nicht Regierungs-Organisation (NPO und NGO).
Wir setzen uns für die Gleichstellung jedes Menschen ein.
Wir stehen für einen respektvollen Umgang mit der Natur und allen Lebewesen.
Wir bieten unsere Unterstützung allen Menschen - ungeachtet ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer Religion – an.